Im Landkreis Leipzig ist die Entnahme von Wasser aus Flüssen und Seen bis Ende September verboten, weil die Pegel extrem niedrig sind.
Der Landkreis Leipzig hat seit Dienstag eine klare Regel: Niemand darf mehr Wasser aus Flüssen, Seen oder Bächen pumpen – auch nicht mit einer eigenen Pumpe. Das Verbot gilt bis zum 30. September. Grund dafür ist, dass die Flüsse in der Region gerade sehr wenig Wasser führen und der Grundwasserspiegel deutlich tiefer liegt als normalerweise im Sommer.
Auch wer einen Brunnen im Garten hat, muss aufpassen: Grünflächen und Sportplätze dürfen zwischen 10:00 und 18:00 Uhr nicht mit Brunnenwasser gegossen werden. In diesen Stunden ist es am heißesten, und jeder Tropfen zählt. Wer sich nicht an die Regeln hält, riskiert ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro – die Behörden meinen es also ernst.
Tina König, die Leiterin des Umweltamts, sagt, die Maßnahme sei „mild, aber notwendig“, um Grundwasser und Gewässer zu schützen. Sie ruft alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sorgsam mit Wasser umzugehen. Andere Landkreise in Sachsen haben bereits ähnliche Verbote erlassen – die Trockenheit betrifft also nicht nur Leipzig.
