Nach Kritik aus der eigenen Partei ist Jens Spahn als Chef der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag zurückgetreten – jetzt sucht die Union eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger.

Was ist passiert? Jens Spahn hat sein Amt als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion niedergelegt. Diese Fraktion ist mit 208 Abgeordneten die größte im deutschen Parlament. Hintergrund des Rücktritts ist ein Skandal um das Thema Leihmutterschaft und tagelange Kritik aus den eigenen Reihen. Eine Sondersitzung am 29. Juli soll nun klären, wer die Fraktion künftig anführt.

Wer hilft? Kanzler Friedrich Merz (CDU) und der CSU-Vorsitzende Markus Söder wollen der Fraktion gemeinsam einen Vorschlag machen. Als aussichtsreichster Kandidat gilt Thorsten Frei, derzeit Chef im Bundeskanzleramt. Auch Carsten Linnemann, Günter Krings und Bundesgesundheitsministerin Nina Warken werden als mögliche Nachfolger genannt. In der Fraktion selbst läuft derweil das übliche demokratische Verfahren: Es wird diskutiert, es werden Kandidatinnen und Kandidaten vorgeschlagen, und am Ende wird in einer geheimen oder offenen Wahl abgestimmt.