Der CDU-Politiker Jens Spahn (46) ist am 19. Juli 2026 als Chef der Unionsfraktion im Bundestag zurückgetreten, weil er mit Hilfe einer Leihmutterschaft Vater geworden ist und das in der eigenen Partei für großen Streit gesorgt hat.

Was ist passiert? Jens Spahn hat sich entschieden, gemeinsam mit seinem Mann eine Familie zu gründen – und zwar mithilfe einer Leihmutterschaft im Ausland. Das bedeutet: Eine andere Frau hat das Kind für sie ausgetragen. In Deutschland ist Leihmutterschaft verboten. Als das öffentlich wurde, haben viele Politikerinnen und Politiker in seiner Partei, der CDU, das kritisiert. Es gibt den Vorwurf, Spahn habe als Politiker selbst Regeln mitbeschlossen, die er jetzt selbst umgeht. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat ihn daraufhin zum sofortigen Rücktritt aufgefordert. Spahn kam dem wenige Stunden später nach. Er sagte: „Meine Familie ist mir das Wichtigste."

Wer hilft jetzt? Die Unionsfraktion muss nun eine neue Vorsitzende oder einen neuen Vorsitzenden wählen. Kanzler Merz will den Wechsel nutzen, um möglicherweise auch das Kabinett umzubilden – also Ministerinnen und Minister auszutauschen. In seiner Partei sagen manche, Spahns Entscheidung verdiene Respekt, weil er Verantwortung für sich und seine Familie übernommen hat. Andere wiederum sagen, dass Politikerinnen und Politiker mit gutem Beispiel vorangehen müssten, wenn sie Gesetze für alle beschließen. Beide Seiten wollen, dass die Union nach dem Streit wieder zusammenarbeiten kann.