Österreichs Justizministerin Anna Sporrer will, dass straffällig gewordene Kinder unter 14 Jahren künftig in betreuten Wohngemeinschaften untergebracht werden können, statt ins Gefängnis zu kommen.
Was ist passiert? Eine Ministerin in Österreich macht sich Sorgen um Kinder, die schon sehr jung schwere Straftaten begehen. Sie sagt: Solche Kinder sind selbst in Gefahr. Sie will deshalb ein neues Gesetz, das es möglich macht, diese Kinder aus ihrem bisherigen Umfeld herauszuholen – also zum Beispiel weg von Leuten, die sie zu Straftaten anstiften. Die Unterbringung soll aber kein Gefängnis sein, sondern eine kleine Wohngemeinschaft mit Betreuung rund um die Uhr. Wichtig: Das Strafmündigkeitsalter von 14 Jahren soll nicht geändert werden.
Wer hilft? Die Justizministerin Anna Sporrer arbeitet mit ihrem Team an einem Gesetzentwurf, der im Herbst vorgestellt werden soll. In den geplanten Wohngemeinschaften sollen Pädagoginnen und Pädagogen sowie Therapeutinnen und Therapeuten mit den Kindern arbeiten. Das Ziel ist, dass die Kinder zur Ruhe kommen, neue Erfahrungen machen und irgendwann wieder in ein normales Leben zurückfinden können.
