Forscher haben auf der dänischen Insel Anholt den Buckelwal "Timmy" obduziert – und fanden keine klare Ursache für seinen Tod.
In den letzten Wochen hat ein Wal an der Ostsee für Schlagzeilen gesorgt. Er war immer wieder an der deutschen Küste gestrandet, zuletzt hatte man ihn in die Nordsee gebracht. Kurz danach wurde sein toter Körper an der dänischen Insel Anholt angespült. Dort hat jetzt ein Expertenteam den Kadaver untersucht.
Die Forscher trugen Schutzanzüge und arbeiteten mehrere Stunden. Sie vermassen den Wal, schnitten ihn auf und nahmen Gewebeproben aus Niere und Leber. Im Magen fanden sie keine Netze oder Plastik, und Parasiten waren offenbar nicht der Grund für den Tod. Eine sichtbare Verletzung konnten sie nicht erkennen – das lag vermutlich daran, dass der Wal schon seit Wochen tot war.
Obwohl das Team viel Erfahrung mit solchen Untersuchungen hat, konnte es keine eindeutige Todesursache feststellen. Das ist bei Walkadavern, die schon stark zersetzt sind, leider normal. Tierärztin Tim Jensen erklärte, die Gewebeproben müssten nun im Labor genauer untersucht werden, und Ergebnisse würden erst in einigen Monaten erwartet.
