Ein militärischer Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat die Straße von Hormus weitgehend lahmgelegt, eine der wichtigsten Schifffahrtsstraßen für Öl und Gas weltweit.
Was ist passiert? Seit Tagen greifen die USA und der Iran sich gegenseitig an, und die Straße von Hormus, eine Meerenge zwischen Iran und Oman, ist für Schiffe kaum noch passierbar. Tanker mit Öl und Flüssigerdgas (LNG) warten in der Region, manche Schiffe fahren ohne eingeschaltete Transponder, andere wurden angegriffen oder sind in Brand geraten. Die britische Behörde UKMTO hat deshalb vor einer Durchfahrt gewarnt. Durch diese Meerenge fließt normalerweise rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls, weshalb die Blockade den Ölpreis auf über 91 Dollar pro Barrel getrieben hat, den höchsten Stand seit Juni.
Wer hilft? Analysten und Behörden beobachten die Lage genau. Die LNG-Produktion in Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten läuft laut S&P Global noch relativ stabil, und viele Tanker liegen schon beladen in der Nähe. Sollte sich die Blockade in den nächsten Wochen lockern, könnten diese Schiffe die Exporte schnell wieder hochfahren und so die Preise wieder drücken. Außerdem sichert das US-Militär Schiffe, die die Meerenge trotz Risiko durchfahren.
Was kannst du tun? Auch wenn du den Konflikt nicht direkt beeinflussen kannst, lohnt sich ein Blick auf aktuelle Energiepreise und darauf, wie sich Nachrichten über den Nahen Osten auf den Tank- und Heizkosten auswirken. Wenn du mit deiner Familie über die hohen Preise sprichst, hilft das, Krisen besser zu verstehen, ohne dich von den Bildern verunsichern zu lassen.
