Im Nahen Osten liefern sich der Iran und die USA heftige Angriffe, deshalb wird Öl auf dem Weltmarkt gerade deutlich teurer.
Im Nahen Osten ist die Lage gerade sehr angespannt. Die USA greifen seit neun Nächten in Folge Ziele im Iran an, weil der Iran Schiffe in der Straße von Hormuz mit Drohnen und Raketen angreift. Die Straße von Hormuz ist eine schmale Meerenge zwischen dem Iran und arabischen Ländern wie Kuwait und Bahrain. Durch sie fließt ein großer Teil des weltweit gehandelten Öls und Gases. Wenn dort Schiffe nicht mehr fahren können, wird Öl auf der ganzen Welt knapper – und damit teurer. Ein Barrel (das sind 159 Liter) der Sorte Brent kostete am Montag zwischenzeitlich 91,42 Dollar, so viel wie seit Anfang Juni nicht mehr. Seit Anfang Juli ist Öl damit fast 30 Prozent teurer geworden.
Auch bei uns bemerkt man das: Laut der österreichischen Energie-Regulierungsbehörde E-Control ist Diesel in Österreich zwischen dem 1. Juli und dem 19. Juli im Schnitt von 1,72 Euro auf 1,919 Euro pro Liter gestiegen, Superbenzin von 1,669 auf 1,794 Euro pro Liter. Außerdem versuchen Regierungen und Energieexperten, die Lage zu entschärfen. Washington schickt zusätzliche Kampf- und Tankflugzeuge in die Region, und Analysten prüfen, wie blockierte Gasschiffe ihre Ladung bald wieder ausliefern können. Energie-Expertin Saul Kavonic warnt, dass der Konflikt sich noch ausweiten könnte, beobachtet aber auch, dass die Gasproduktion in Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten bisher stabil läuft.
