Wenn du im Sommer nachts in der Stadt schlecht schläfst, liegt das am Wärmeinsel-Effekt – Beton und Asphalt speichern die Hitze und geben sie nachts wieder ab.

Was ist passiert? Städte bestehen aus viel Beton, Stein und Asphalt. Diese Materialien heizen sich tagsüber stark auf und geben die Wärme nachts langsam wieder ab. Deshalb ist es in Innenstädten nachts oft mehrere Grad wärmer als auf dem Land. In München waren es zum Beispiel um 3 Uhr morgens 25,2 Grad in der Innenstadt, am Flughafen außerhalb aber nur 16,8 Grad. Wenn du in der Stadt wohnst, hast du das bestimmt schon mal gemerkt: Es wird einfach nicht richtig kühl.

Wer hilft? Forscher wie Ferdinand Briegel vom KIT und Meinolf Koßmann vom Deutschen Wetterdienst (DWD) beobachten den Effekt mit speziellen Messstationen. Sie zeigen, wo es nachts am heißesten ist und welche Stadtteile mehr Grünflächen oder Luftschneisen brauchen. In Freiburg hat die Universität zum Beispiel 13 Tropennächte am Stück gemessen – Nächte, in denen es nicht unter 20 Grad abkühlt. Solche Daten helfen Städten, ihre Pläne für mehr Bäume, Parks und kühlere Gebäude anzupassen.