Chinas Regierung hat vor einem Jahr die Steuer auf teure Autos erhöht – und das trifft jetzt deutsche Hersteller wie BMW, Mercedes und Porsche hart.

Vor etwa einem Jahr hat China die sogenannte Luxussteuer auf Autos verändert. Das bedeutet: Wenn ein Auto mehr als 900.000 Yuan kostet (umgerechnet etwa 116.000 Euro), muss man extra Steuern zahlen. Davor lag diese Grenze noch bei 1,3 Millionen Yuan. Dadurch werden jetzt viel mehr Modelle der deutschen Premiumhersteller teurer, wenn man sie in China kauft. Die Verkaufszahlen sind deshalb stark eingebrochen: BMW verkaufte 20 Prozent weniger Autos, Mercedes sogar 28 Prozent und Porsche 32 Prozent weniger als im Vorjahr.

Es gibt aber nicht nur die Steuer als Problem. Der Verband der deutschen Autoindustrie (VDA) sagt, dass die wirtschaftliche Lage in China ohnehin schwierig ist. Viele Menschen geben gerade weniger Geld aus, weil es eine Krise auf dem Immobilienmarkt gibt. Außerdem kaufen viele Chinesen lieber Autos von chinesischen Marken, besonders Elektroautos oder Hybridautos. Cui Dongshu von der chinesischen Autovereinigung CPCA sagt, die deutschen Hersteller hätten bei Elektroautos und moderner Technik einen ernsthaften Rückstand gegenüber chinesischen Firmen. Das sei das eigentliche Problem, nicht nur die Steuer.