Ukrainische Drohnen greifen seit Monaten russische Öl-Anlagen an – deshalb gibt es in vielen Teilen Russlands kaum noch Treibstoff.

Seit dem Frühjahr 2026 schickt die Ukraine Drohnen los, die tausende Kilometer tief nach Russland fliegen. Sie treffen große Öl-Raffinerien, also Fabriken, die aus Rohöl Benzin, Diesel und Kerosin machen. Auch im Asowschen Meer werden Öl-Tanker angegriffen. Dadurch kann Russland viel weniger Benzin herstellen als sonst. Experten sagen: Die Lage gleicht einem Wettlauf zwischen den Drohnen und den russischen Reparatur-Teams. Nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters werden nur noch rund 65 Prozent des normalen Sommerbedarfs produziert. Mehr als 50 Regionen des Landes melden Engpässe.

Weil die Lage so ernst ist, versucht Russland gegenzuhalten. Die Regierung hat den Verkauf von Benzin, Diesel und Kerosin ins Ausland verboten. Außerdem werden strategische Reserven angezapft. Erstmals importiert Russland große Mengen Benzin über den Seeweg, unter anderem aus Indien. Auch Belarus und Kasachstan liefern Treibstoff. Kasachstan kontrolliert seine Grenzen strenger, weil manche Menschen versuchen, günstiges Benzin aus Russland ins Nachbarland zu schmuggeln. Das Nachbarland Kirgistan, das fast komplett von Russland mit Benzin versorgt wird, hat andere Länder um Hilfe gebeten.