In der Nacht auf Freitag hat die Ukraine mit Hunderten Drohnen Öl- und Hafenanlagen in Russland angegriffen und dadurch mehrere Brände ausgelöst.

In Südrussland hat die Ukraine in der Nacht zum Freitag zahlreiche Ziele mit Drohnen angegriffen. In der Region Rostow standen zwei Öldepots und ein Verwaltungsgebäude in der Stadt Asow in Flammen. Auch der Hafen der Großstadt Taganrog wurde attackiert. In der Region Krasnodar brach in der Raffinerie von Ilski, die schon mehr als ein Dutzend Mal angegriffen wurde, erneut ein Brand aus. Offizielle russische Stellen erklärten, es habe keine Toten oder Verletzten gegeben. Das russische Militär erklärte, mehr als 370 Drohnen abgeschossen zu haben, eine andere Quelle sprach von 376 Drohnen.

Als Reaktion auf die Angriffe versucht Russland, die Schäden zu begrenzen und die Energieversorgung zu sichern. Der Kreml hat den Export von Benzin, Diesel und Kerosin ausgesetzt oder beschränkt, um den Inlandsmarkt zu stabilisieren. In den sozialen Netzwerken wurde zudem über Videos berichtet, die offenbar Zwangsrekrutierungen in der Stadt Penza zeigen. Der ukrainische General Syrskyj schrieb bei Telegram, Russland habe in seiner Offensive im ersten Halbjahr 2026 kaum Geländegewinne erzielt. Der Kreml erklärte zugleich, offen für eine diplomatische Lösung des Konflikts zu sein.

Auch wenn dieses Thema weit weg wirkt, betrifft es dich direkt: Der seit über vier Jahren dauernde Krieg beeinflusst die Energiepreise in Europa und die politische Stabilität auf unserem Kontinent. Du kannst dich informieren, indem du seriösen Quellen folgst und mit Freundinnen und Freunden oder in der Schule über die Lage sprichst. Wer Frieden will, kann sich in Initiativen für Demokratie und Völkerverständigung engagieren.