In der Nacht haben ukrainische Drohnen eine große Ölraffinerie in Russland getroffen; dabei wurde ein Mensch getötet und drei weitere verletzt, darunter ein Kind.

Was ist passiert? In der russischen Stadt Sysran, etwa 850 Kilometer südöstlich von Moskau, haben ukrainische Drohnen die große Rosneft-Raffinerie angegriffen. Auf dem Gelände brachen mehrere große Brände aus. Der Gouverneur der Region Samara sagte, dass Wohnhäuser beschädigt wurden und dass es Verletzte gibt. Leider wurde auch ein Mensch getötet, darunter ist nach offiziellen Angaben auch ein Kind unter den Verletzten. Russland sagt, es habe 349 ukrainische Drohnen in der Nacht abgeschossen. Die Raffinerie stellt Benzin, Diesel und Kerosin her und musste den Betrieb vorerst einstellen.

Wer hilft? In der Ukraine fordert Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko die westlichen Länder auf, mehr Luftabwehrsysteme zu schicken, damit die Stadt besser gegen russische Raketen geschützt ist. Klitschko sagt, die Angriffe auf Kiew seien schlimmer als je zuvor. Er glaubt, dass Russland die Ukraine unter Druck setzen will, weil die Ukraine in den letzten Monaten stärker im Kampf gegen Russland geworden ist. Auf der anderen Seite versucht die Ukraine, Russland mit den Drohnenangriffen auf Ölraffinerien dazu zu bringen, endlich über Frieden zu verhandeln. Russland verlangt dafür aber Gebiete, die es noch gar nicht komplett erobert hat.

Was kannst du tun? Du kannst dich informieren, zum Beispiel bei seriösen Nachrichten für junge Leute wie der „ZDF logo!“, der „Tagesschau“ in einfacher Sprache oder „Deutschlandfunk“-Beiträgen. Wenn du mit Freunden oder in der Schule über den Krieg redest, hilf mit, sachlich zu bleiben und nicht alles zu glauben, was in sozialen Medien steht. Spendenaktionen für Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz, die UNO-Flüchtlingshilfe oder „Aktion Deutschland Hilft“ unterstützen Menschen in Not – auch das ist eine Möglichkeit, sich zu engagieren.