Rund 150.000 Menschen in Deutschland werden per Haftbefehl gesucht – sind aber trotzdem auf freiem Fuß.
Was ist passiert? Die Bundesregierung hat auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag geantwortet: Etwa 150.000 Menschen in Deutschland werden aktuell per Haftbefehl gesucht. Das bedeutet, sie sollten eigentlich im Gefängnis sitzen, sind aber nicht da. Unter den Gesuchten sind verurteilte Mörder, Sexualverbrecher und Extremisten. Außerdem gelten fast 100 von ihnen als sogenannte "Gefährder" – das sind Menschen, denen Sicherheitsbehörden zutrauen, schwere politische Straftaten wie einen Terroranschlag zu begehen.
Wer hilft? Die Polizei und die Justiz in Deutschland suchen diese Menschen und versuchen, sie festzunehmen. Die Bundesregierung hat auf die Anfrage der Grünen geantwortet, dass die Behörden daran arbeiten, die offenen Haftbefehle aufzuklären. Auch die Politik im Bundestag beschäftigt sich mit dem Thema und stellt Nachfragen, damit die Regierung mehr tut, um die Gesuchten zu finden.
