Die USA schieben Menschen, die sie nicht ins Heimatland zurückschicken können, in den kleinen Pazifikstaat Palau ab. Dort ist gerade der erste Betroffene angekommen.

Was ist passiert? Die USA hat einen Vertrag mit Palau gemacht: Palau nimmt Menschen auf, die die USA nicht in deren Heimatländer zurückschicken kann. Solche Menschen würden dort laut US-Gerichten zum Beispiel Folter ausgesetzt sein. Statt sie ins Heimatland zu schicken, bringt die USA sie deshalb in ein anderes Land – eben nach Palau. Der erste Mensch ist Ende Mai dort gelandet. Das Präsidentenamt von Palau hat das bestätigt. Im Vertrag steht, dass Palau insgesamt 75 Menschen aufnehmen soll. Palau bekommt dafür 7,5 Millionen US-Dollar.

Wer hilft? In Palau kümmern sich Regierungsleute um die angekommenen Menschen. Das Präsidentenamt hat erzählt, dass sie dem ersten Mann eine vorübergehende Unterkunft gegeben und ihm geholfen haben, ein Telefon anzuschließen und sich einzuleben. Palau ist ein sehr kleines Land mit etwa 20.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, verteilt über Hunderte Inseln im Pazifik. Präsident Surangel Whipps steht hinter dem Vertrag. Präsident Trump in den USA hat die Abschiebungen vorangetrieben.