Die Gewerkschaft Verdi ruft am Samstag zum ersten Mal in der Geschichte die Beschäftigten der staatlichen Spielbanken zum Warnstreik auf – und das ausgerechnet am umsatzstärksten Tag der Woche.
Stell dir vor, du arbeitest jede Nacht an einem Ort, an dem es nur um Geld geht – aber wenn es um dein eigenes Gehalt geht, spielt das auf einmal keine Rolle mehr. Genau das sagen die etwa 500 Angestellten der Casinos in Baden-Baden, Stuttgart und Konstanz. Deshalb ruft die Gewerkschaft Verdi sie am Samstag ab 16 Uhr zum Streik auf. Der soll bis Sonntagnacht dauern und den Spielbetrieb ordentlich durcheinanderbringen.
Die Beschäftigten wollen mehr Geld: 350 Euro mehr Grundgehalt und nochmal drei Prozent obendrauf, rückwirkend ab Januar. Bisher gab es zwei Verhandlungsrunden mit dem Arbeitgeber, der Baden-Württembergischen Spielbanken GmbH – aber ohne Ergebnis. Die Casino-Leitung hatte kurz vor dem Streik ein Angebot mit einer einmaligen monatlichen Zahlung vorgelegt, das die Gewerkschaft aber abgelehnt hat. Jetzt gibt es noch nicht mal einen neuen Gesprächstermin.
