Die US-Notenbank Fed hat ihre Sorgen über die Inflation veröffentlicht, und immer mehr Entscheider halten Zinserhöhungen für möglich.
Stell dir vor, deine Bank verlangt mehr Zinsen, wenn du dir Geld leihen willst. Genau darüber diskutiert gerade die US-Notenbank, die Fed. Sie hat ein Protokoll veröffentlicht, also eine Art Zusammenfassung ihrer letzten Sitzung. Dort steht: Die Inflation, also der Preisanstieg von Waren und Dienstleistungen, ist höher als gewünscht. Deshalb denken neun von 18 Entscheiderinnen und Entscheidern darüber nach, die Leitzinsen bis Dezember anzuheben. Im März hatte noch niemand damit gerechnet.
Die Fed misst die Inflation mit einem eigenen Wert, dem PCE-Index. Der ist im Mai auf 4,1 Prozent gestiegen. Ein Grund dafür sind steigende Energiepreise wegen des Irankriegs. Außerdem sehen die Notenbanker den Boom bei Investitionen in Künstliche Intelligenz als möglichen Preistreiber, weil dadurch viel gebaut und eingekauft wird. Der neue Fed-Chef Kevin Warsh hat in seiner ersten Pressekonferenz deutlich gemacht, dass er die Inflation unbedingt auf das Ziel von zwei Prozent drücken will. Er hat fünf Arbeitsgruppen eingerichtet, die bis Jahresende Vorschläge erarbeiten sollen, unter anderem zu Kommunikation und zur Inflationsbekämpfung.
