Die Wirtschaft in der Eurozone hat den Stand vor dem Iran-Krieg noch nicht wieder erreicht, sagt EZB-Direktorin Isabel Schnabel.

Was ist passiert? Die Wirtschaft in der Eurozone hat sich noch nicht komplett vom Iran-Krieg erholt. Zwar sind die Ölpreise inzwischen wieder gesunken, aber andere Energiepreise wie Erdgas liegen laut Pierre Wunsch von der belgischen Notenbank noch rund 40 Prozent über dem Niveau vor dem Krieg. EZB-Direktorin Isabel Schnabel sagte am Montag in Rom, die Preise insgesamt blieben hoch und der Druck auf die Inflation halte an. Die Kerninflation ist also immer noch ein großes Thema.

Wer hilft? Die Europäische Zentralbank (EZB) versucht, die Inflation in den Griff zu bekommen. Im Juni hat sie den Leitzins von 2,0 auf 2,25 Prozent erhöht. Das bedeutet: Kredite werden etwas teurer, aber Sparen bringt wieder etwas mehr Zinsen. Notenbanker wie Schnabel und Wunsch beobachten die Lage genau und diskutieren, ob ein weiterer Zinsschritt nötig ist. So wollen sie verhindern, dass sich die hohen Preise dauerhaft festsetzen.