Die Bundesagentur für Arbeit (BA) erwartet 2026 ein Minus von über acht Milliarden Euro – das hängt vor allem mit einer schwachen Lage auf dem Jobmarkt zusammen.

Was ist passiert? Die Bundesagentur für Arbeit – das ist die Behörde, die zum Beispiel Arbeitslosengeld zahlt und bei der Suche nach einem Job hilft – rechnet in diesem Jahr mit einem Defizit von über acht Milliarden Euro. Eigentlich hatte sie nur mit 3,3 Milliarden geplant. Grund dafür: Mehr Menschen sind oder werden arbeitslos, und die Ausgaben für Arbeitslosengeld sind in den ersten vier Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17 Prozent gestiegen.

Wer hilft? Die Chefin der BA, Andrea Nahles, will am Mittwoch im Haushaltsausschuss des Bundestags erklären, wie schlimm es wirklich ist. Am Abend trifft sich dann der Koalitionsausschuss im Kanzleramt mit Gewerkschaften und Arbeitgebern, um über den Arbeitsmarkt zu reden. Falls der BA am Ende das Geld fehlt, kann der Bund mit Liquiditätshilfen einspringen – das ist Geld, das der Staat der Behörde leiht, damit sie ihre Aufgaben weiter erfüllen kann.