Den Kölner Dom in Schuss zu halten kostet jeden Tag rund 44.000 Euro – und ein Ende der Arbeiten ist lange nicht in Sicht.

Der Kölner Dom ist über 775 Jahre alt und braucht ständige Pflege. Damit Steine, Glasfenster und Figuren nicht kaputtgehen, arbeiten 85 Leute in der Dombauhütte. Sie sind Steinmetze, Glasmaler und Schreiner. Allein die Löhne kosten ungefähr sechs Millionen Euro im Jahr. Insgesamt gibt der Dom jedes Jahr rund 16 Millionen Euro aus, damit er erhalten bleibt – das sind ungefähr 44.000 Euro pro Tag.

Manche Arbeiten dauern sehr lange. Eine einzelne Figur am Dom zu restaurieren braucht oft mehr als ein Jahr und kostet zwischen 50.000 und 100.000 Euro. Der Dombaumeister Peter Füssenich erklärt, dass man zum Beispiel keine Plastik-Figuren einsetzt, weil man dem Original verpflichtet ist. Auch die Strebepfeiler, die das Gebäude stabil halten, werden Stück für Stück repariert. Bis der Südturm erreicht ist, könnten noch einmal etwa 45 Jahre vergehen.

Ein gutes Beispiel für die Handwerkskunst ist das neue Helena-Fenster. Der Glaser Sascha Aretz hat mit seinem Team über drei Jahre daran gearbeitet. Das Fenster besteht aus 500 Einzelteilen, die wie ein Puzzle zusammengesetzt werden. Rund 500.000 bis 600.000 Euro hat es gekostet – alles bezahlt durch Spenden.