Die Chefs der ostdeutschen Bundesländer treffen sich und sagen: Beim Schienenausbau Richtung Polen und Tschechien passiert zu wenig.

Stell dir vor, du wohnst in Brandenburg oder Sachsen und willst mit dem Zug nach Polen fahren. Genau darüber haben sich die Ministerpräsidenten der ostdeutschen Länder jetzt beschwert. Sie haben sich am Flughafen BER getroffen und gesagt: Die Schienenstrecken in Richtung Polen und Tschechien sind alt, langsam und oft nur eingleisig. Auf der polnischen Seite wird viel gebaut, auf der deutschen Seite aber nicht. Dietmar Woidke aus Brandenburg findet das „blamabel“. Michael Kretschmer aus Sachsen sagt, er sei „wirklich enttäuscht“.

Das Bundesverkehrsministerium antwortet, dass kein Land bevorzugt oder benachteiligt werde. Man arbeite zum Beispiel an der Strecke Dresden–Prag. Für den Ausbau fehle aber Geld, und aus dem Sondervermögen des Bundes dürfe man „nur“ Schienen und Brücken sanieren, nicht neu bauen. Ob die Ostbahn schneller ausgebaut wird, hängt davon ab, ob genug Fahrgäste und Güter nachgewiesen werden – erst dann kommt sie in die höchste Kategorie.