Im Süden von Frankreich kämpfen rund 1.100 Feuerwehrleute gegen einen großen Waldbrand, der sich seit Dienstag rasant ausbreitet.

Was ist passiert? Im Département Var, im bergigen Hinterland nordöstlich von Marseille, ist am Dienstagmittag auf einem Feld ein Feuer ausgebrochen. Durch starken Wind hat es sich sehr schnell ausgebreitet und inzwischen rund 2.500 Hektar Wald und Land verbrannt – das ist eine riesige Fläche. Rund 1.100 Feuerwehrleute sind im Einsatz, dazu kommen Löschflugzeuge, Hubschrauber und etwa 350 Fahrzeuge. Für die Region gilt die höchste Waldbrandgefahrenstufe, weil es extrem heiß und trocken ist. Rund 500 Menschen haben die Nacht in Notunterkünften verbracht, etwa 30 bis 40 Gebäude wurden beschädigt. Ernsthaft verletzt wurde bislang niemand.

Wer hilft? Neben den vielen Feuerwehrleuten vor Ort helfen auch Einsatzkräfte aus anderen Landesteilen Frankreichs. Die Europäische Union hat über das Katastrophenschutzverfahren zusätzliche Löschflugzeuge und Hubschrauber aus Nachbarländern angeboten. In Spanien, wo ebenfalls ein großer Waldbrand nahe Madrid wütet, konnte das Feuer nach dem Einsatz von mehr als 600 Einsatzkräften "praktisch gestoppt" werden. Emiliano García-Page, Präsident der betroffenen Region Castilla-La Mancha, sagte: "Wir sehen jetzt das Licht am Ende des Tunnels." Eric Grohin, Sprecher der Feuerwehr in Südfrankreich, erklärte: "Es gibt noch viele Glutnester und an zahlreichen Stellen lodern immer wieder Flammen auf, weshalb wir heute Morgen sehr wachsam sind."