Im Müritz-Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern brennt seit Montag ein großer Wald, und die Feuerwehr muss kreativ werden, weil im Boden alte Munition liegt.
Was ist passiert? Im Müritz-Nationalpark ist am Montag ein Waldbrand ausgebrochen, der sich rasant ausgebreitet hat. Inzwischen sind schon mehr als 269 Hektar Wald betroffen – das ist eine Fläche von ungefähr 400 Fußballfeldern. Die Orte Granzin und Granziner Mühle wurden am Dienstagabend evakuiert, weil die Flammen in ihre Richtung ziehen. Die Ursache des Feuers ist noch unklar.
Wer hilft? Die Feuerwehr kann nicht einfach direkt in den Wald gehen, weil dort alte Munition aus dem Zweiten Weltkrieg und von früheren Militärübungen im Boden liegt. Deshalb löscht sie von außen: Mit großen Kreisregnern, die normalerweise zur Bewässerung genutzt werden, und mit einem Schlauchwagen aus Bayern, der 2.000 Meter Schläuche mitgebracht hat. Außerdem wurde zwischen Wald und Dorf ein Acker mehrfach umgepflügt, damit brennbares Material unter die Erde kommt und das Feuer dort nicht weiterziehen kann. Am Vormittag sollen zusätzliche Einsatzkräfte aus Bayern eintreffen.
Was kannst du tun? Waldbrände sind gefährlich – aber du kannst helfen, sie zu verhindern. Achte darauf, im Sommer kein offenes Feuer im Wald zu machen und keine Glasflaschen wegzuwerfen, die wie ein Brennglas wirken können. Informiere dich über die Arbeit der freiwilligen Feuerwehren in deiner Region oder unterstütze Organisationen, die sich für den Schutz von Wäldern einsetzen.
