Im Müritz-Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern brennt seit Tagen ein großer Waldbrand, der inzwischen rund 360 Hektar Waldfläche erfasst hat und weiterhin etwa 400 Einsatzkräfte beschäftigt.
Was ist passiert? Im Müritz-Nationalpark brennt seit Tagen ein Wald. Das Feuer hat sich inzwischen auf etwa 360 Hektar ausgebreitet, also auf eine Fläche von rund 500 Fußballfeldern. Die Einsatzkräfte kämpfen weiter dagegen, aber das Feuer breitet sich nur noch langsam aus. Besonders schwierig: Auf dem Gelände liegt alte Munition aus der Zeit, als dort die Bundeswehr geübt hat. Deshalb dürfen die Feuerwehrleute nicht direkt an die Brandherde heran und müssen einen Abstand von etwa einem Kilometer halten. Die Ortschaft Granzin wurde deshalb vorsorglich evakuiert, also mussten die Menschen ihre Häuser verlassen. Die Bahnlinie zwischen Berlin und Rostock ist nach Angaben des Landrats aber nicht in Gefahr.
Wer hilft? Rund 400 Feuerwehrleute und Helfer sind Tag und Nacht im Einsatz. Sie kämpfen nicht allein: Hubschrauber der Bundeswehr fliegen über die Seen in der Umgebung, schöpfen Wasser und werfen es über den brennenden Wald ab. Am Boden sind große Beregnungsanlagen aufgestellt, sogenannte Kreisregner. Diese Geräte sprühen kreisförmig Wasser und halten den Wald rund um das Feuer feucht, damit es sich nicht weiter ausbreitet. Auch der angekündigte Regen könnte den Helfern helfen, weil er das Feuer weiter eindämmt. Die Behörden hoffen, dass die Löscharbeiten in den nächsten Tagen Fortschritte machen, wenn das Wetter mitspielt.
