In Niederösterreich ist es extrem trocken, die Waldbrandgefahr ist sehr hoch. Feuerwehr und Zivilschutz haben eine große Info-Kampagne gestartet.
Was ist passiert? In Niederösterreich hat es in diesem Jahr schon 616 Wald- und Flurbrände gegeben. Die Feuerwehr musste allein in der ersten Jahreshälfte rund 13.000 Stunden im Einsatz sein - das ist dreimal so viel wie im Jahr davor. Besonders trocken ist es im Osten des Landes, im Weinviertel, Marchfeld, Wiener Becken und Industrieviertel. Schon eine achtlos ausgedrückte Zigarette auf einer trockenen Wiese kann laut Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf einen Flurbrand auslösen. In allen Bezirken gilt deshalb die Waldbrandverordnung. Das bedeutet: kein offenes Feuer, keine Lagerfeuer, kein Grillen, kein Rauchen und keine Glasscherben im Wald.
Wer hilft? Rund 600 speziell ausgebildete Feuerwehrleute gehören zum Sonderdienst Waldbrand. Davon sind immer 150 bis 200 in Bereitschaft. Sie haben 33 Spezialfahrzeuge und jede Menge Ausrüstung. Außerdem gibt es große Wassertanks mit 15.000 Litern, aus denen auch Löschhubschrauber Wasser holen können. Christoph Kainz, der Präsident des NÖ-Zivilschutzverbands, informiert gerade alle Gemeinden im Land. Über die Bezirkshauptmannschaften werden kostenlose Warnschilder mit dem Text "Erhöhte Waldbrandgefahr" verteilt. Sie sollen an Wanderwegen und Parkplätzen aufgestellt werden, damit alle Menschen die Gefahr sehen.
