Ein Buckelwal war monatelang in der Ostsee gestrandet, wurde in die Nordsee gebracht und starb kurz darauf – jetzt sollen die Daten seines Senders Antworten liefern.

Was ist passiert? Am 3. März 2026 wurde ein Buckelwal zum ersten Mal im Hafen von Wismar entdeckt. Er war krank, hatte sich in Fischernetzen verfangen und konnte sich kaum noch bewegen. Über Wochen versuchten Helfer, Sea Shepherd, Behörden und private Unterstützer, dem Tier zu helfen. Am 28. April wurde der Wal auf einen Lastkahn gehoben und in die Nordsee gebracht. Am 2. Mai ließen Helfer ihn etwa 70 Kilometer vor Skagen im Skagerrak frei. Knapp zwei Wochen später wurde er tot an der dänischen Insel Anholt angespült. Eine Obduktion am 4. Juni konnte keine klare Todesursache feststellen.

Wer hilft? Viele verschiedene Gruppen haben sich eingebracht: Sea Shepherd hat zum Beispiel versucht, mit Schlauchbooten Netzreste von dem Wal zu entfernen. Taucher, Tierärzte und das Meeresmuseum Stralsund haben das Tier untersucht. Zwei Privatpersonen – die Unternehmerin Karin Walter-Mommert und der Mediamarkt-Gründer Walter Gunz – haben die Rettungsaktion finanziert. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) hat den Transport geduldet und stellt nun die Daten des Senders vor, den der Wal trug. Umweltorganisationen wie Greenpeace begleiten die Aufarbeitung des Falls wissenschaftlich.