Auf der dänischen Insel Anholt haben Fachleute den Buckelwal Timmy obduziert, um herauszufinden, warum er gestorben ist.
Was ist passiert? Vor rund drei Wochen ist ein toter Buckelwal an den Strand der dänischen Insel Anholt gespült worden. Das Tier war schon stark verwest und von Möwen angepickt. Am Donnerstagnachmittag hat ein Team aus Tierärzten und Biologen in Schutzanzügen mit der Obduktion begonnen. Sie haben den Wal vermessen, mit einem langen Messer aufgeschnitten und Stück für Stück untersucht. Ein Bagger hat Teile des Tieres in Container gehoben. Am späten Abend war die Arbeit fertig. Eine klare Ursache für den Tod haben die Fachleute aber noch nicht gefunden.
Wer hilft? Viele Menschen arbeiten daran, das Rätsel um Timmy zu lösen. Der Tierarzt Tim Jensen von der Universität Kopenhagen hat Gewebeproben genommen, die im Labor analysiert werden. Die Biologin Charlotte Bie Thøstesen hat erklärt, dass gestrandete Wale in Dänemark genutzt werden, um mehr über die Tiere im Meer zu lernen. Selbst aus Deutschland haben Forschende zugeschaut: Das Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern, Greenpeace und das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund haben die Obduktion per Livestream verfolgt. Einige Knochen von Timmy werden später im Naturkundemuseum in Kopenhagen ausgestellt, damit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weiter an dem Tier forschen können.
