Im Kaukasus hat Armenien ein neues Parlament gewählt – die Abstimmung wurde auch außerhalb des Landes mit Spannung verfolgt.

Was ist passiert? In Armenien, einem kleinen Land zwischen der Türkei, Georgien, Iran und Aserbaidschan, durften rund 2,5 Millionen Menschen ein nees Parlament wählen. Ministerpräsident Nikol Paschinjan regiert das Land seit 2018 und will mit seiner Partei "Zivilvertrag" weiterregieren. Er hat Armenien in den letzten Monaten stärker an die EU und die USA angenähert und die Mitgliedschaft im russischen Militärbündnis OVKS auf Eis gelegt. Gleichzeitig sagt er, er wolle keinen Bruch mit Moskau.

In Umfragen lag seine Partei zuletzt bei etwa 30 Prozent. Wichtigster Gegner ist der pro-russische Milliardär Samwel Karapetjan mit seiner Partei "Starkes Armenien", die auf rund sieben Prozent kommt. Besonders aufmerksam wurde die Wahl beobachtet, weil es auch um die Frage ging: Soll Armenien enger mit dem Westen zusammenarbeiten oder die Nähe zu Russland behalten?