Die EU will Armenien vor der Parlamentswahl am Sonntag mit über 50 Millionen Euro und einfacheren Importregeln für armenische Produkte unterstützen.

Stell dir vor, ein Land möchte sich politisch neu orientieren und ein anderes Land versucht, das mit wirtschaftlichem Druck zu verhindern. Genau das passiert gerade zwischen Armenien und Russland. Die EU stellt sich nun an die Seite Armeniens und will verhindern, dass der Druck Erfolg hat. Dafür hat die EU-Kommission mehr als 50 Millionen Euro an Finanzhilfen versprochen – das ist Geld, das Armenien zum Beispiel für Schulen, Straßen oder den Staat allgemein nutzen kann.

Ein zweiter Baustein sind die Handelserleichterungen. Bisher hatte Russland den Import von Produkten aus Armenien erschwert, zum Beispiel bei Blumen und Lebensmitteln. Die EU öffnet nun ihren Binnenmarkt weiter für diese Waren. Ursula von der Leyen, die Präsidentin der EU-Kommission, sagte, dass am nächsten Tag eine Lieferung von 10.000 Blumen in Lettland ankommen soll. Damit können armenische Firmen ihr Geld weiterhin mit Waren verdienen, die früher nach Russland gingen.