Heute wählt Armenien ein neues Parlament und entscheidet damit auch, ob sich das Land stärker an Russland oder an die EU anlehnt.

Was ist passiert? In Armenien, einem kleinen Land zwischen der Türkei und Aserbaidschan, finden am 7. Juni 2026 Parlamentswahlen statt. Rund 2,5 Millionen Menschen sind wahlberechtigt. Ministerpräsident Nikol Paschinjan möchte mit seiner Partei Zivilvertrag eine dritte Amtszeit gewinnen. Er setzt auf eine Annäherung an die Europäische Union. Russland findet das nicht gut und hat schon im Vorfeld gewarnt, dass dies wirtschaftliche Folgen haben könnte.

Wer hilft oder unterstützt? Auf der anderen Seite stehen Paschinjan internationale Partner zur Seite. US-Außenminister Marco Rubio hat erst vor wenigen Tagen in der Hauptstadt Eriwan einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Anfang Mai fand dort ein großer EU-Armenien-Gipfel statt, unter anderem mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Die EU hat zudem ein Hilfspaket über 50 Millionen Euro angekündigt, zum Beispiel für bessere Straßen und mehr digitale Infrastruktur.