In Armenien wird am 7. Juni 2026 ein neues Parlament gewählt, und die Bürgerinnen und Bürger entscheiden, ob sich das Land stärker an Europa oder wieder an Russland anlehnt.

Was ist passiert? Armenien wählt ein neues Parlament. Ministerpräsident Nikol Paschinjan will sein Land näher an die Europäische Union bringen. Er sagt, Armenien solle visafrei nach Europa reisen können. Dagegen möchte die Opposition, dass Armenien wieder engere Beziehungen zu Russland hat. In Umfragen liegt Paschinjans Partei Civil Contract bei rund 30 Prozent, das Bündnis Starkes Armenien kommt auf etwa 7 bis 11 Prozent. Viele Armenierinnen und Armenier haben sich noch nicht entschieden.

Wer hilft und vermittelt? Die Europäische Union hat drei Tage vor der Wahl ein Hilfspaket von über 50 Millionen Euro angekündigt. US-Präsident Donald Trump unterstützt Paschinjan und hat im August 2025 einen Vertrag zwischen Armenien und Aserbaidschan vermittelt, die sogenannte Trump-Route. Faktencheckerinnen und Faktenchecker wie Nane Manasjan von der Plattform FIP prüfen Falschnachrichten im Wahlkampf. Auch die Organisation Reporter ohne Grenzen warnt vor Desinformation und bezahlter Propaganda in den sozialen Medien.