Bei Volkswagen steht ein riesiger Stellenabbau bevor, und der Betriebsrat kritisiert den Vorstand scharf.
Was ist passiert? Bei Volkswagen könnten laut Medienberichten bis zu 100.000 oder sogar 120.000 Jobs weltweit wegfallen. Das wäre einer der größten Personalabbauprozesse in der Geschichte des Konzerns. Der Betriebsrat hat dem Vorstand vorgeworfen, die Belegschaft nicht ehrlich über die Pläne zu informieren. Auch das Land Niedersachsen, das ein großer Anteilseigner ist, hat gegen das Sparpaket des Vorstands gestimmt. Ministerpräsident Olaf Lies sagte, er werde keiner Lösung zustimmen, die auf Werksschließungen setzt. Im zweiten Quartal 2026 sind die Verkaufszahlen von VW um knapp neun Prozent gesunken, was die Krise verschärft.
Wer hilft? Der Betriebsrat kämpft darum, dass die Beschäftigten nicht die Zeche der Krise zahlen. Er hat klargemacht, dass er genau hinschauen wird, ob der Vorstand die Krise gemeinsam mit den Mitarbeitern löst oder gegen sie. Auch die Politik in Niedersachsen stellt sich schützend vor die Beschäftigten und blockiert Werksschließungen. Der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer hat vorgeschlagen, dass alle Beteiligten – Politik, Gewerkschaften und Unternehmen – an einen Tisch kommen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Er sieht in fünf bis sieben Jahren eine Chance auf einen Aufschwung, wenn alle jetzt zusammenarbeiten.
Was kannst du tun? Wenn du jemanden in deiner Familie oder deinem Umfeld hast, der bei VW oder einem Zulieferer arbeitet, ist es wichtig, dass du zuhörst und Verständnis zeigst. Jobsicherheit ist ein Thema, das viele Familien beschäftigt. Informiere dich über die Hintergründe, statt dich nur von Gerüchten verunsichern zu lassen. Du kannst auch mit Freunden oder in der Schule über wirtschaftliche Zusammenhänge sprechen – das hilft, die Situation besser zu verstehen.
