In Australien ist das Vogelgrippe-Virus H5N1 erstmals bei einem einheimischen Seevogel nachgewiesen worden, und Fachleute beobachten die Lage genau.

Was ist passiert? In Australien wurde ein einheimischer Seevogel, eine Eilseeschwalbe, positiv auf das Vogelgrippe-Virus H5N1 getestet. Das Virus grassiert schon seit einiger Zeit weltweit, und Australien war der letzte Kontinent, auf dem es bisher noch nicht bei heimischen Tieren aufgetaucht war. Außerdem wird untersucht, ob eine tote Robbe in New South Wales das Virus hatte. Für Menschen ist H5N1 normalerweise kein alltägliches Risiko, es kann aber durch engen Kontakt mit infizierten Tieren gefährlich werden.

Wer hilft? Die Behörden im Land beobachten die Lage sehr genau. Tierärztinnen, Forschende der staatlichen Organisation CSIRO und Naturschutzgruppen wie Friends of Shorebirds SE überprüfen tote und lebende Tiere, um die Ausbreitung zu verfolgen. Die Landwirtschaftsministerin Julie Collins sagt, dass es bisher noch keine Hinweise auf ein großes Sterben von Wildtieren oder eine Ausbreitung in Bauernhöfe gibt. Forschende der Universität Sydney erklären, dass die einzigartige Tierwelt Australiens – zum Beispiel Koalas, Kängurus und Tasmanische Teufel – besonders empfindlich reagieren könnte, weil sie isoliert lebt und wenige Erfahrungen mit solchen Erregern hat.