In einer Kirche in Litauen haben Fachleute Kronen und Schmuck von Königen entdeckt, die dort seit fast 90 Jahren versteckt waren.

Stell dir vor, du gehst durch eine alte Kirche – und plötzlich liegt hinter einer Mauer ein Schatz, den niemand mehr gesucht hat. Genau das ist in der Kathedrale von Vilnius in Litauen passiert. Dort wurden Kronen, Ringe und andere wertvolle Gegenstände von drei Königspersonen gefunden, die vor dem Zweiten Weltkrieg dort versteckt worden waren. Die Sachen sind etwa 500 Jahre alt.

Die Stücke gehören zu König Alexander Jagiellon und zu den beiden Königinnen Elisabeth von Habsburg und Barbara Radziwiłł. 1939, als der Krieg in Europa begann, haben Menschen die Schätze in eine Nische hinter einer Treppe gelegt und die Mauer zugemauert. Eingewickelt waren die Sachen in alte Zeitungen aus dem Jahr 1939.

Gefunden wurden sie Ende 2024 mit kleinen Kameras, die man in enge Spalten schieben kann. So eine Kamera nennt man Endoskop. Sie wird zum Beispiel auch in der Medizin benutzt, um in den Körper zu schauen. Eine Mitarbeiterin des Museums sagte, sie sei bestimmt 5.000 Mal an dem Versteck vorbeigegangen, ohne etwas zu merken.