In einem österreichischen Alpenland sind mehrere geschützte Gänsegeier an einem verbotenen Gift gestorben.
Was ist passiert? Im Lesachtal, einer Bergregion an der Grenze zwischen Kärnten und Osttirol, haben Spaziergängerinnen und Spaziergänger tote Gänsegeier gefunden – insgesamt sechs Stück. Ein weiterer Geier lebte noch und wurde in einer Auffangstation gepflegt. Fachleute haben die toten Tiere untersucht und herausgefunden, dass sie alle ein bestimmtes Gift gefressen haben. Es heißt Carbofuran und ist in der EU schon seit 2008 verboten, weil es schon in winzigen Mengen Tiere tötet. Die Polizei ermittelt, weil so viele Tiere auf einmal gestorben sind – das kann kein Zufall sein.
Wer hilft? Drei große Naturschutzorganisationen – Birdlife Österreich, WWF Österreich und die Vulture Conservation Foundation – haben sich zusammengetan. Sie haben die Bevölkerung gebeten, Augen und Ohren offen zu halten. Die Polizei in Kärnten, eine spezielle BirdCrime-Hotline und eine anonyme Online-Plattform nehmen Hinweise entgegen. In der Auffangsstation Burg Landskron wurde der lebende Geier gesundgepflegt und wieder freigelassen. Auch Forscherinnen und Forscher der Veterinärmedizinischen Universität Wien und der Universität München helfen mit, die Fälle aufzuklären.
