Vor zweieinhalb Wochen haben zwei sehr starke Erdbeben grosse Teile der Küstenstadt La Guaira in Venezuela zerstört – die Folgen sind immer noch dramatisch.
Was ist passiert? Vor etwa zweieinhalb Wochen haben zwei starke Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,4 grosse Teile der Küstenstadt La Guaira in Venezuela zerstört. Es waren die schwersten Beben in diesem Land seit über 120 Jahren. Nach offiziellen Zahlen starben mehr als 4.300 Menschen, rund 18.000 wurden obdachlos und die Uno schätzt, dass bis zu 50.000 Menschen vermisst werden. Bis heute bebt die Erde weiter: Mehr als 1.170 Nachbeben wurden bereits gezählt. Viele Menschen leben jetzt in Zelten oder in Schulen, die als Notunterkünfte dienen.
Wer hilft? Die venezolanische Regierung hat den Bau von provisorischen Häusern angekündigt, in denen Familien untergebracht werden sollen. Der Uno und der Pan-Amerikanischen Gesundheitsorganisation spielen eine wichtige Rolle, indem sie zum Beispiel Leichensäcke bereitstellen und die Lage dokumentieren. Auch wenn die meisten internationalen Rettungsteams das Land bereits verlassen haben, läuft die humanitäre Hilfe weiter. Analyst Phil Gunson von der International Crisis Group sagt, dass jetzt vor allem humanitäre Hilfe für Verletzte und obdachlose Familien gebraucht wird.
Was kannst du tun? Informiere dich über seriöse Hilfsorganisationen, die in Venezuela arbeiten, zum Beispiel über die Webseiten grosser internationaler Hilfswerke. Du kannst in deinem Umfeld über die Lage sprechen und so Aufmerksamkeit schaffen. In Sozialen Medien kursieren viele falsche Bilder – prüfe Quellen kritisch, bevor du etwas teilst. Und wenn du selbst spenden möchtest, achte darauf, dass dein Geld bei einer seriösen Organisation ankommt.
