Die USA haben neue Strafmaßnahmen gegen Kuba verhängt und dabei das Tourismusministerium des Landes auf die Sanktionsliste gesetzt.

Du hast vielleicht mitbekommen, dass die USA ihre Sanktionen gegen Kuba ausgeweitet haben. Auf der Liste stehen jetzt unter anderem das kubanische Tourismusministerium und eine Hafen- und Schifffahrts-Firma. Das bedeutet: US-Bürger und US-Unternehmen dürfen keine Geschäfte mehr mit diesen Organisationen machen, und Geld in den USA wird eingefroren.

Tourismus ist für Kuba super wichtig, weil Touristen Devisen ins Land bringen – also ausländische Währung wie Dollar oder Euro. Wenn das Tourismusministerium auf der Sanktionsliste steht, kann das diesen Wirtschaftszweig hart treffen. Auch zwei regierungsnahe Gruppen wurden auf die Liste gesetzt: die Rapid Response Brigades, die laut Menschenrechtsorganisationen gegen Demonstranten vorgehen, und freiwillige Milizen.

Die USA und Kuba haben schon seit der Revolution von 1959 ein angespanntes Verhältnis. Vor mehr als 60 Jahren hat Washington ein Handelsembargo verhängt, das immer noch gilt. Seit US-Präsident Donald Trump im Amt ist, wird der Druck auf Havanna nochmal erhöht. Trump hat sogar von einer möglichen "Übernahme" Kubas gesprochen.