Der Enkel des früheren kubanischen Präsidenten Raúl Castro hat gesagt, er wolle direkt mit US-Präsident Donald Trump über die Krise in Kuba sprechen.

Was ist passiert? Ein 42-jähriger Kubaner namens Rodríguez Castro hat in Interviews mit der US-Zeitung USA Today gesagt, er sei bereit, mit Trump zu verhandeln. Er arbeitet als Sicherheitschef für die kubanische Regierung und berät Präsident Miguel Díaz-Canel. Er sagte: „Wenn sich die Gelegenheit ergibt, würde ich das gerne direkt mit Trump besprechen".

Warum ist das wichtig? Kuba steckt seit Langem in einer schweren Wirtschaftskrise. Viele Menschen haben nicht genug zu essen, und die USA haben eine Ölblockade verhängt, die die Lage noch schlimmer macht. Rodríguez Castro warnte davor, dass Kuba „das nächste Venezuela" werden könnte – also ein Land mit kompletter Wirtschaftskatastrophe.

Wer ist die Person? Rodríguez Castro wuchs in einer der mächtigsten Familien Kubas auf. Sein Großvater Raúl Castro war Präsident und sein Vater leitete einen riesigen Staatskonzern. Trotzdem sagt er von sich selbst: „Ich habe mich nie für die Politik interessiert". Trotzdem würde er sich für sein Land einsetzen, wenn die Revolution ihn darum bittet: „Aber wenn die Revolution mich irgendwann darum bitten würde, würde ich es tun".