US-Präsident Donald Trump will die Straße von Hormus wieder blockieren und 20 Prozent Gebühr auf jede Fracht erheben – der Iran lehnt das ab.

Was ist passiert? Die USA haben eine Seeblockade gegen den Iran angekündigt. Das bedeutet: Schiffe, die in iranische Häfen fahren oder von dort kommen, sollen ab Dienstagabend (22 Uhr deutscher Zeit) nicht mehr passieren dürfen. Außerdem sollen 20 Prozent vom Wert jeder Fracht durch die Meerenge an die USA gehen. Trump sagte auf Truth Social, die USA wollten für die Sicherheit „bezahlt" werden, weil es „in diesem sehr unruhigen Teil der Welt" sei. Aus der iranischen Hauptstadt Teheran kam postwendend eine Ablehnung: Die USA würden bei der Meerenge „unter keinen Umständen" eingreifen dürfen.

Wer hilft? Es gibt laufende Vereinbarungen zwischen den USA und dem Iran. Der Iran hat zugesagt, sich „nach besten Kräften" für eine sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Meerenge einzusetzen – 60 Tage lang gebührenfrei. Internationale Organisationen wie die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) beobachten die Lage. Auch andere Regierungen sind gefordert: In den vergangenen Tagen hatten die USA nach Angaben des Anbieters Kpler bereits mehr als 140 Schiffe umgeleitet, damit die Seeleute nicht in Gefahr geraten.

Was kannst du tun? Informiere dich über die Hintergründe – zum Beispiel über den DLF-Beitrag „Der Tag". Du kannst mit Freundinnen und Freunden oder in der Schule über die Frage sprechen: Wie viel Macht sollte ein einzelnes Land über eine so wichtige Wasserstraße haben? Außerdem lohnt sich ein Blick auf die Energiepreise, weil Veränderungen an der Straße von Hormus auch dich in Deutschland treffen können.