Die US-Regierung hat Vertreter aus etwa 60 Ländern zu einer Konferenz über politischen Terrorismus eingeladen, bei der es vor allem um linksextreme Gewalt geht.
Was ist passiert? In Washington hat eine große Konferenz unter dem Titel „Revival of Political Terrorism" stattgefunden. Die USA haben dafür rund 60 Länder aus Nord- und Südamerika, Europa und Asien eingeladen. US-Außenminister Marco Rubio hat in seiner Rede fast nur über linksextreme Gewalt gesprochen und gesagt, diese sei „zu lange ein blinder Fleck" gewesen. Als Beispiel nannte er einen mehrtägigen Stromausfall in Berlin, der im Jänner 2026 rund 100.000 Menschen betroffen hat. Zudem verwies er auf die Gruppe „Antifa-Ost", die laut US-Regierung zwischen 2018 und 2023 Angriffe in Deutschland und Budapest verübt haben soll.
Wer hilft oder handelt? Die USA haben „Antifa-Ost" und drei weitere Gruppen aus Europa bereits im November auf die US-Terrorliste gesetzt. Damit sollen diese Gruppen zunächst als besonders gefährliche Terroristen („SDGT") und später auch als ausländische Terrororganisationen („FTO") gelten. Außerdem kündigte Rubio an, dass es eine Folgekonferenz „mit Partnern in Deutschland" geben soll. Die Schweiz nimmt ebenfalls teil und betont, dass Terrorismusbekämpfung alle Richtungen umfassen muss – links, rechts und dschihadistisch. Das deutsche Bundesamt für Verfassungsschutz und US-Forschungsinstitute weisen darauf hin, dass die Antifa-Bewegung keine feste Organisationsstruktur hat.
