Beim Treffen der NATO in Ankara hat US-Präsident Trump Bündnispartner angegriffen und mit einem Handelsstopp gegen Spanien gedroht, am Ende sprach er aber von Liebe und Einheit.
Was ist passiert? Die Staats- und Regierungschefs der NATO trafen sich in der Türkei. Dort hat US-Präsident Donald Trump lautstark Streit angefangen. Er hat Spanier als "schlechte Menschen" beschimpft und gesagt, sie würden sich nicht an Regeln halten. Hintergrund: Spanien wollte keine US-Militärstützpunkte für einen möglichen Krieg gegen den Iran freigeben. Trump hat daraufhin einen sofortigen Stopp des Handels zwischen den USA und Spanien angeordnet. Auch beim Thema Grönland hat er Druck gemacht und gesagt, die USA müssten Grönland für ihre Sicherheit haben. Dänemark und Grönland haben klar geantwortet: Grönland steht nicht zum Verkauf.
Wer hilft? NATO-Generalsekretär Mark Rutte hat versucht, die Stimmung im Raum freundlich zu halten. Die Sicherheitsexpertin Stefanie Babst erklärt, dass die europäischen Länder jetzt mehr Verantwortung in der NATO übernehmen müssen, also eine Art "europäische Säule" aufbauen. Bundeskanzler Friedrich Merz hat nach dem Gipfel gesagt: "Das Ergebnis übertrifft alle meine Erwartungen. Die Nato ist geschlossen, sie ist stark und sie ist selbstbewusst." Rutte sprach von großer Harmonie und Einigkeit, und Trump sagte am Ende sogar: "There is a feeling of love in the air." Außerdem wollen die Bündnispartner die Ukraine weiter unterstützen, etwa mit einer Lizenz zum Nachbauen von Patriot-Flugabwehrsystemen.
