Die Staatschefs der NATO haben sich in der Türkei getroffen, um über mehr Geld für die Verteidigung und neue Hilfen für die Ukraine zu sprechen – doch US-Präsident Trump übt scharfe Kritik an Europa.
Was ist passiert? Beim NATO-Gipfel in Ankara kamen 32 Staats- und Regierungschefs zusammen, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz und US-Präsident Donald Trump. Auf dem Programm standen höhere Verteidigungsausgaben, neue Waffensysteme und Hilfen für die Ukraine. Am Rande des Treffens kündigte NATO-Chef Mark Rutte neue Rüstungsprojekte für mehrere Milliarden Euro an, etwa für die Drohnenabwehr und den Ersatz von Aufklärungsflugzeugen. Für die Ukraine soll es mindestens 70 Milliarden Euro Militärhilfe pro Jahr geben, insgesamt 140 Milliarden Euro über zwei Jahre.
Wer hilft? Die europäischen NATO-Staaten und Kanada wollen ihre Verteidigungsausgaben erhöhen – Rutte spricht von rund vier Prozent der Wirtschaftsleistung. Merz sagte, Deutschland habe die Entscheidung vorangetrieben und investiere sogar mehr als von Trump verlangt. Außenminister Johann Wadephul betonte, Deutschland werde das Ziel von 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung bis Ende des Jahrzehnts erreichen. Zugleich traf sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in Ankara mit NATO-Chef Rutte und bedankte sich für die bisherige Unterstützung.
Was kannst du tun? Auch wenn Diplomatie Erwachsenensache bleibt: Du kannst dich informieren, zum Beispiel über die Aufgaben der NATO und über den Krieg in der Ukraine. Viele Jugendorganisationen, etwa die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen, erklären Hintergründe und laden zu Diskussionen ein. Wer sich engagiert – ob in der Schule, in Vereinen oder auf Demonstrationen – kann dazu beitragen, dass die öffentliche Debatte über Frieden und Sicherheit nicht nur in Hauptstädten geführt wird.
