Der oberste Gerichtshof der USA hat entschieden, dass die Regierung Menschen aus Haiti und Syrien ihren besonderen Schutzstatus entziehen und sie abschieben darf.
Was ist passiert? Der Oberste Gerichtshof der USA, das Supreme Court, hat mit sechs zu drei Stimmen zwei wichtige Urteile gefällt. Damit darf die Regierung von Präsident Donald Trump den Schutzstatus von rund 350.000 Menschen aus Haiti und etwa 6.000 Syrern aufheben. Dieser Schutzstatus, auf Englisch Temporary Protected Status (TPS), wurde nach dem schweren Erdbeben in Haiti im Jahr 2010 und wegen des Bürgerkriegs in Syrien ab 2012 vergeben. Er erlaubte den Menschen, legal in den USA zu leben und zu arbeiten. Nun droht vielen die Abschiebung.
Wer hilft? In den USA setzen sich Anwälte, Hilfsorganisationen und Kirchen für die Betroffenen ein. Sie versuchen, wenigstens einigen Menschen über andere Wege ein Bleiberecht zu sichern. Auch Betroffene selbst gehen vor Gericht, wie schon Asylsuchende im Jahr 2021, die damals in Kalifornien Erfolg hatten. Außerdem prüfen Organisationen, ob bestimmte Familien besonders geschützt werden können, etwa Kinder oder Kranke.
