Die US-Regierung hat dem KI-Unternehmen Anthropic befohlen, Ausländerinnen und Ausländern den Zugang zu seinem neuen Modell Fable 5 zu sperren – und das Unternehmen macht mit, aber nur widerwillig.

Was ist passiert? Das KI-Unternehmen Anthropic hat diese Woche ein neues KI-Programm mit dem Namen Fable 5 veröffentlicht. Kurz darauf kam die Anweisung aus den USA: Alle Menschen, die keine US-Staatsbürger sind, dürfen das Programm nicht mehr nutzen. Auch Menschen, die aus dem Ausland kommen und bei Anthropic arbeiten, sind betroffen. Anthropic sagt, es habe keine andere Wahl gehabt und den Zugang „kurzfristig für alle kappen müssen“.

Wer hilft? Anthropic selbst wehrt sich: Das Unternehmen sagt, die Anweisung sei nicht transparent gewesen. Man habe nur „teilweise Informationen von der Regierung erhalten“. Außerdem weist Anthropic darauf hin, dass andere KI-Firmen – zum Beispiel OpenAI mit seinem Modell GPT-5.5 – ähnliche Fähigkeiten haben. Eine Sperre nur bei einem Anbieter sei daher kaum gerecht. Anthropic fordert, dass solche Entscheidungen nach klaren Regeln und überprüfbaren Fakten getroffen werden, nicht im Geheimen.