Die US-Regierung hat dem KI-Unternehmen Anthropic verboten, seine neuesten Modelle an ausländische Nutzer weiterzugeben – daraufhin wurden die Systeme weltweit abgeschaltet.

Was ist passiert? Das US-Handelsministerium hat aus Sicherheitsgründen entschieden, dass die KI-Modelle "Fable 5" und "Mythos 5" nicht mehr an Menschen ohne US-Staatsbürgerschaft gehen dürfen – auch nicht an Ausländer, die in den USA leben. Das Unternehmen Anthropic hat daraufhin beide Modelle komplett abgeschaltet, weil es keine schnelle technische Lösung gab, um nur bestimmte Nutzer auszuschließen. Fable 5 war erst wenige Tage vorher im Abo-Modell verfügbar geworden und galt als besonders stark darin, Sicherheitslücken in Software zu finden. Genau diese Fähigkeit machte den Behörden Sorgen.

Wer hilft, die Situation zu lösen? Anthropic selbst sagt, man gehe von einem Missverständnis aus und arbeite mit Hochdruck daran, den Zugang wiederherzustellen. Das Unternehmen hat zudem angekündigt, in Zukunft offener darüber zu informieren, wann das Modell intern auf eine schwächere Version umschaltet. Auch in der Politik wird diskutiert: So hat der österreichische Netzpolitiker Süleyman Zorba betont, dass Europa unabhängiger von großen US-Tech-Konzernen werden müsse, damit solche Sperren nicht ganze Nutzergruppen treffen.