Die amerikanische Post steckt tief in den roten Zahlen und braucht Hilfe vom Kongress, um nicht pleitezugehen.

Was ist passiert? Die United States Postal Service – kurz USPS – ist die Post der USA. Sie liefert seit vielen Jahren deutlich weniger Briefe aus, weil immer mehr Menschen E-Mails oder Chats schreiben. Gleichzeitig muss sie aber weiterhin sechs Tage die Woche Pakete und Post an 170 Millionen Adressen bringen. Das kostet viel Geld, das die Post kaum noch einnimmt. Seit 2007 hat sie so rund 120 Milliarden Dollar Verlust gemacht. Der Chef der Post, David Steiner, hat jetzt im Kongress gesagt: Ohne Reformen könnte die Post bald zahlungsunfähig werden.

Wer hilft? Die US-Post bekommt gerade Unterstützung von mehreren Seiten. Eine Aufsichtsbehörde, die Postal Regulatory Commission, hat bestimmte Pflichtzahlungen an die Rentenkasse der Mitarbeiter ausgesetzt. Dadurch gewinnt die Post etwas Zeit. Außerdem haben sich Abgeordnete aus dem Repräsentantenhaus gemeldet, die gemeinsam mit David Steiner einen Plan ausarbeiten wollen. Politiker beider großen Parteien – Demokraten und Republikaner – fordern, dass der Kongress die Post finanziell unterstützt und ihr erlaubt, mehr Geld zu leihen.