Das US-Repräsentantenhaus hat für einen Abzug der amerikanischen Streitkräfte aus dem Iran-Krieg gestimmt, aber das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.

Das Repräsentantenhaus ist ein Teil des US-Kongresses. Es hat mit knapper Mehrheit gesagt: Unsere Soldatinnen und Soldaten sollen aus dem Kampf gegen Iran abgezogen werden. Eine formelle Kriegserklärung durch den Kongress sei nötig, heißt es in dem Beschluss. Insgesamt haben 215 Abgeordnete mit Ja gestimmt und 208 mit Nein. Damit das klappte, haben vier Republikaner mit den Demokraten gestimmt, obwohl ihre eigene Partei eigentlich dagegen war. Auch im Senat, dem anderen Teil des Kongresses, gab es vor rund zwei Wochen schon eine ähnliche Abstimmung. Dort haben ebenfalls vier Republikaner mit den Demokraten mitgestimmt.

Es gibt mehrere Akteure, die nach Lösungen suchen. Der Kongress versucht, seine Kontrollrechte gegenüber dem Präsidenten zu stärken. Derzeit gilt eine Waffenruhe im Iran-Konflikt, und es laufen Verhandlungen über ein mögliches Rahmenabkommen, das den Krieg beenden soll. Auch die Wählerinnen und Wähler spielen eine Rolle: In fünf Monaten stehen Kongresswahlen an, und viele Abgeordnete reagieren auf die Stimmung im Land. Die Resolution selbst stoppt den Krieg allerdings nicht sofort, sie ist vor allem ein politisches Signal.