Eine neue Auswertung zeigt, dass nur 44 Prozent der Beschäftigten im privaten Sektor in diesem Sommer Urlaubsgeld bekommen – und es große Unterschiede zwischen Ost und West gibt.
Viele freuen sich im Sommer auf das Urlaubsgeld – ein extra Geld vom Arbeitgeber extra für den Urlaub. Aber eine Analyse des WSI-Instituts der Hans-Böckler-Stiftung zeigt: Nur 44 Prozent der Beschäftigten im privaten Sektor bekommen es. Das ist genauso viel wie im Vorjahr. Für die Auswertung haben rund 50.000 Menschen auf Lohnspiegel.de Angaben zu ihrem Einkommen gemacht.
Der größte Faktor dabei ist: Gehört dein Betrieb zu einem Tarifvertrag? In tarifgebundenen Firmen bekommen 73 Prozent der Beschäftigten Urlaubsgeld, in Firmen ohne Tarifvertrag sind es nur 35 Prozent. Früher, in den 1990er-Jahren, waren rund 80 Prozent der Betriebe an einen Tarifvertrag gebunden. Heute sind es laut IAB nur noch 49 Prozent. WSI-Experte Malte Lübker sagt dazu: "Wenn der Tarifvertrag fehlt, fehlt meist auch das Urlaubsgeld – und auch die Grundgehälter sind im Durchschnitt niedriger."
