Der ehemalige Außenminister von Ungarn, Péter Szijjártó, hat seinen Job im Parlament aufgegeben und fängt bei der großen chinesischen Elektroautofirma BYD an.

Stell dir vor, ein Politiker, der jahrelang die Interessen seines Landes vertreten hat, wechselt plötzlich zu einem Unternehmen aus einem anderen Land. Genau das ist jetzt in Ungarn passiert. Péter Szijjártó war Außenminister unter dem früheren Premier Viktor Orbán. Auf einmal postet er bei Facebook, dass er aufhört und bei BYD anfängt. BYD ist einer der größten Hersteller von Elektroautos auf der Welt.

Bei BYD soll Szijjártó sich um die Kontakte zu anderen Ländern kümmern und neue Geschäftsideen voranbringen. Das klingt erstmal nach einem normalen Jobwechsel. Aber der neue Premier Péter Magyar, der Orbán bei der Wahl im April abgelöst hat, findet das gar nicht lustig. Magyar sagt: Szijjártó hat vorher dafür lobbyiert, dass BYD in Ungern riesige Subventionen vom Staat bekommt. Subventionen sind Geldhilfen vom Staat an Firmen. Magyar nennt das einen Interessenkonflikt.