In Tschechien haben Menschen freiwillig fast 6.000 Waffen bei der Polizei abgegeben – darunter auch sehr alte und überraschende Stücke.
Von Januar bis Juni lief in Tschechien eine große Waffenamnestie. Wer eine Waffe besaß, die nicht erlaubt war, konnte sie einfach zur Polizei bringen – ohne Strafe. Insgesamt wurden 5.918 Waffen abgegeben. Dazu kamen über 216.000 Schuss Munition und 64 Kilogramm Sprengstoff.
Die Funde waren extrem unterschiedlich. Manche Leute brachten winzige Taschenpistolen, andere brachten riesige alte Geschütze. Eine der größten Waffen war eine über zwei Meter lange Kanone von Škoda, wie sie im Zweiten Weltkrieg in Bunkern benutzt wurde. Es gab auch einen alten Mörser aus der Maginot-Linie, einem alten Festungsbau in Frankreich. Frankreich möchte diesen Mörser jetzt zurückhaben.
Ein kleiner Star unter den abgegebenen Stücken war die Kolibri-Pistole. Sie ist nur 2,7 mm klein und wurde vor über 100 Jahren vom österreichischen Uhrmacher Franz Pfannl gebaut. Sie wurde nie wirklich ein Verkaufserfolg. Außerdem fand die Polizei in einer Wohnung in Prag eine scharfe Granate aus dem Zweiten Weltkrieg. Experten haben sie direkt vor Ort entschärft. Die Polizei warnt: Wer so etwas findet, soll es nicht anfassen, sondern sofort die Polizei rufen.
Solche Amnestien gab es in Tschechien schon sechs Mal: 1996, 2003, 2009, 2014, 2021 und jetzt 2026. Das Ziel ist, dass Waffen nicht in falsche Hände geraten und sicher gelagert werden. Für die Sicherheit im Land ist das ein gutes Zeichen.
