US-Präsident Donald Trump hat in einer Rede schwere Vorwürfe gegen das US-Wahlsystem und China erhoben – ein Faktencheck zeigt, dass viele Aussagen nicht belegt sind.

Was ist passiert? Donald Trump hat in einer Fernsehrede gesagt, das US-Wahlsystem habe riesige Sicherheitslücken. Er behauptete, China habe den größten Hackerangriff aller Zeiten auf Wahldaten gemacht und 220 Millionen Dateien mit Daten von US-Wählern gestohlen. Außerdem sprach er von 278.000 Ausländern, die sich unrechtmäßig als Wähler hätten registrieren lassen. Trump sagt seit Jahren ohne Beweis, dass ihm die Wahl 2020 gestohlen wurde – er verlor sie aber klar mit über sieben Millionen Stimmen Unterschied gegen Joe Biden.

Was sagt der Faktencheck? Die Deutsche Welle (DW) hat Trumps Aussagen geprüft. Die Behauptung zu den 220 Millionen Dateien aus China bewertet die DW als „irreführend". US-Geheimdienste hatten schon 2021 erklärt, dass sie keine Hinweise auf eine Manipulation der Wahl 2020 gefunden haben. Die Zahl von 278.000 ausländischen Wählern nennt die DW „nicht bewiesen": Das Dokument, auf das Trump sich beruft, liefert keine Quelle für diese Zahl. Es gibt zwar Hinweise, dass chinesische Akteure öffentlich zugängliche Wählerdaten heruntergeladen haben – das ist aber etwas anderes als das, was Trump behauptet.